FAQ

Woher erhalten Finanzierungsvermittler ihr Geld?

Es ist üblich, dass die Banken nach erfolgreicher Vermittlung einer Finanzierung eine Provision zahlen. Zusätzlich kann es sein, dass je nach Weg (über Pooler, unmittelbar zur Bank) der "Pooler" bzw. die Bank bei Erreichung bestimmter Gesamtgeschäftsvolumen pro Jahr eine Bonifikation an den Vermittler auszahlen.

Verteuert die Vermittlungsprovision meinen Zins?

Richtig ist, dass die Provision in den Zins eingerechnet ist. Doch spart auch der gute Vermittler einer Bank viel ein:

Die Bank muss nicht selber vorhalten:
  • Personal für die Beratungsleistung
  • Die Zeit auch für "Leergespräche"
  • Raumkosten
  • Overheadkosten

 

Dafür erhält die Bank:
  • einen fertig beratenen Kunden
  • ein fertiges Finanzierungskonzept
  • eine vollständige Entscheidungsgrundlage durch die Vorarbeit des Vermittlers.
  • Einen Finanzierungsantrag, der sehr wahrscheinlich auch umgesetzt wird
  • Ein Neugeschäft, welches ohne Vermittler vermutlich an der Bank vorbei gegangen wäre.

 

Es gibt Banken, die haben (deswegen) keinen eigenen Vertrieb. Auch Sparkassen und Volksbanken öffnen sich zunehmend diesem Weg.

Um Geschäft über die Plattform zu erhalten, muss die Bank günstige Konditionen anbieten. Wenn der Vermittler seine Kosten niedrig hält, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass über diesen Vermittler der niedrigere Zins angeboten werden kann.

Ist die Vermittlungsprovision für den Vermittler gerechtfertigt?

Für einen seriösen Finanzierungsvermittler ist es eine rein erfolgsabhängige Vergütung. Anders als beispielsweise bei Rechtsanwälten oder Ärzten. Diese haften zwar auch für nachweisbare Fehler, erhalten aber auch das Geld bei bloßem tun.

Das Ergebnis der guten Finanzierungsvermittlung hat einen echten Mehrwert für den Kunden welches auch für viele Jahre den finanziellen Rahmen des Kunden beeinflusst.

Schließlich ist es auch eine Art von Mischkalkulation, denn oft genug arbeitet der Vermittler letztendlich ohne Vergütung, wenn er z.B. feststellt, dass eine Finanzierung nicht möglich ist, der Kunde die Immobilie doch nicht kauft oder nur eine reine Budgetberatung stattfindet. Auch kleinere Finanzierungen können einen großen zeitlichen Aufwand verursachen.    

Was zahle ich als Kunde an den Finanzierungsvermittler?

Zugegeben, es soll Vermittler geben, die auch vom Kunden zusätzlich zu der Provision der Bank eine Vermittlungsgebühr für Ihre Bemühungen verlangen. Hier gibt es die Variante der Verrechnung bei erfolgreicher Vermittlung mit der dann gezahlten Provision bzw. Rückerstattung und die des zusätzlichen abkassierens.

In der Regel erhalten Sie aber von genügend anderen Finanzierungsvermittlern mindestens in der gleichen Qualität eine Vermittlung, ohne dass Sie extra dafür zahlen brauchen. Nur in sehr aufwändigen Konstellationen sehen wir die Variante der Verrechnung als eine faire Vereinbarung.

Ist der Weg über die Finanzierungsvermittlung billiger als der Weg direkt über die Banken?

Das kommt darauf an. Und hierzu sind weitere Antworten auf dazu gehörige Fragen ergänzend zu beachten.

Wählen Sie den Weg über einen guten Finanzierungsvermittler, so prüft dieser bereits die Machbarkeit und Vorteilhaftigkeit Ihres Finanzierungswunsches bei vielen Banken zu denen Sie teilweise auch direkt keinen Zugang haben. Die Provisionerwartung des Vermittlers bzw. des Vertriebes bestimmt dann mit Ihren Zins. Wenn Sie einen Vermittler mit Maximalprovisionswunsch erwischen, dann kann tatsächlich der Weg direkt zur Bank der günstigere Weg sein.

Wie beeinflußt der Vermittler seinen Verdienst an meiner Vermittlung?

  • Vermittlung an eine Bank, die eine höhere Provison zahlt als andere Banken
  • Eine höhere generelle Provisionseinstellung in der Plattform, z.B. statt moderater 1% auf das Finanzierungsvolumen 2% - 2,5%.
  • Weglassen von Finanzierungsbausteinen mit geringer oder ohne Provisionierung der Banken, z.B. KfW, Zwischenfinanzierungen, variable Finanzierungen, kürzere Zinsbindungen ... .
  • Verkauf von Zusatzprodukten wie Bausparverträge (ohne wirklichen Nutzen für Sie) oder Versicherungen (z.B. Restkreditversicherungen).

 

Beispiel:

Eine einfache Finanzierung bei der ING über 100.000 EUR, die so dem Kundennutzen entspricht, als Annuitätendarlehen.

1% Provision bei Zinsbindung ab 10 Jahren = 1.000 EUR

Nächsten Jahr vielleicht darauf noch eine Boni = +/- 200 EUR

Gesamt: 1.200 EUR.

Eine ertragsorientierte Vermittlung könnte so aussehen:

Kredit Tilgungsaussetzung gegen Bausparvertrag bei einer Bank, die eine höhere Provision (und im Zweifel von Ihnen einen höheren Zins haben möchte)  zahlt:

2,5% Provison auf 100.000 EUR = 2.500 EUR

1,6% Provision für die teure Variante des Bausparvertages = 1.600 EUR

Jahresbonifikation auf 2 x 100.000 EUR = +/- 400 EUR.

Gesamt: 4.500 EUR (375% der Prov. der einfachen Finanzierung)

Gesteigert könnte dies noch werden mit dem Abschluss von Versicherungen oder der Vereinbarung eines zusätzlichen Honorars für die Kreditvermittlung.

Solche Leute gibt es! Nicht selten werden Sie von den Immobilienmaklern Ihrer Wunschimmobilie zu solchen Vermittlern genötigt. Dies oft auch mit dem Ziel, auch noch an der Kreditvermittlung zu profitiern in Form einer stattlichen "Tippgeberprovision".

Unser Tipp: fragen Sie spätestens bei der Zinssuche nach der Provisionserwartung vom Vermittler, hinterfragen Sie die Sinnhaftigkeit von Zusatzprodukten und, bevor Sie etwas unterschreiben, lesen Sie nach, ob auch Sie was zahlen sollen.

Sicher gibt auch -seriöse- Immobilienmakler, die uns als Kreditvermittler empfehlen, weil Sie Ihnen etwas gutes tun wollen und die Qualität unserer Arbeit schätzen und unseren Machbarkeitsaussagen mehr trauen als irgendwelchen Finanzierungszertifikaten.

Welche Werkzeuge nutzen Finanzierungsvermittler?

Die Zeiten von Papier und Taschenrechner und Geheimnistuerei sind vorbei! Nahezu jede Finanzierungsvermittlung läuft über eine Finanzierungsplattform. Davon gibt es n.u.W. nur zwei in Deutschland. Diese sind EUROPACE (z.B.wir dies genutzt von Dr. Klein, den Sparkassen, den Volksbanken und vom Postbankvertrieb) und Ehyp (z.B. wird dies genutzt von der Interhyp, der Prohyp und der ING-DiBa).

Der einzelne Vermittler ist nun entweder selber oder über seine Vertriebsorganisation über einen Pooler an mindestens eine der beiden Plattformen angebunden.

Wie funktionieren die Finanzierungsplattformen?

Es sind große Datenbanken bei denen die teilnehmenden Anbieter von Baufinanzierungen Ihre Kriterien meistens recht zutreffend einstellen, wen Sie mit welcher Immobilie mit welchem Finanzierungswunsch zu welchem Preis finanzieren möchten. Dies auch tagesaktuell.

Es fehlen nun die Kundendaten um herauszufinden, welche Finanzierung zu welchem Preis möglich ist.

Warum gibt es selbst von verschiedenen Vermittlern unterschiedliche Zinsen?

Neben der Verdienserwartung des Vermittlers bzw. seiner Organisation gilt der EDV-Grundsatz SHIT IN SHIT OUT. Hier liegt die Kunst und die Qualifikation des Vermittlers, Ihre persönliche und individuelle Situation so in dem Formular der Plattform abzubilden, dass es zu einem umsetzbaren Ergebnis kommt. Und hier gibt es tatsächlich Unterschiede bei den Vermittlern.

Entscheidet der Vermittler über die Kreditvergabe?

Nie! Dem Vermittler ist es sogar verboten, im Namen der Bank eine Kreditzusage auszusprechen.

Allerdings hat ein guter Vermittler schon eine Idee, wie wahrscheinlich ein von ihm ausgearbeitetes Finanzierungskonzept umgesetzt werden kann, wenn er zutreffende Angaben vom Kunden erhalten hat.

Was ist der Unterschied zwischen Kreditvermittlern?

Zunächst ist zu unterscheiden zwischen völlig frei arbeitenden Finanzierungsvermittlern, wie wir es sind und Finanzierungsvermittlern, die einer Vertriebsorganisation angehören.

Einer Vertriebsorganisation kann der Vermittler als Angestellter, als selbständiger Untervermittler oder als Franchisepartner angehören. Alt eingesessene große Organisationen sind Dr. Klein, Interhyp, Postbankvertrieb, LBS und aufstrebend baufi24.

Ein freier Vermittler kann den Weg selbst bestimmen. Welchen Pooler er nutzt und damit welche Plattform oder ob er den direkten Weg zum Produktanbieter wählt, der auch nicht auf der Plattform vertreten ist.

Bei den Vertriebsorganisationen kann dies nur eingeschränkt möglich sein. Es soll auch Vorgaben an den Vermittler geben, wie er Gespräche zu führen hat oder welche Produkte er verkaufen soll. Grundsätzlich gilt m.E.: Je größer die Vertriebsstruktur, desto mehr wollen von der Gesamtprovision profizieren desto weniger bleibt relativ beim Vermittler übrig für seinen Verdienst.

Zugegeben, gelegentlich vereinbaren die großen auch Sonderaktionen mit einzelnen Anbietern aus, die die Kleinen nicht oder erst später anbieten können.

Gibt es einen Qualitätsunterschied zwischen großen Anbietern und kleinen Finanzierungsvermittlern?

Die Frage ist eigentlich falsch gestellt. Natürlich haben "große" Anbieter ein Interesse daran, Vermittler unter ihrem Namen zu beschäftigen, die es "können" während ein eigenständiger Vermittler "nur" seine Vermittlererlaubnis braucht.

Fakt ist aber, dass Sie es letztendlich mit einer Person, einem Ansprechpartner zu tun haben. Und die Qualität und Erfahrung dieses Menschen ist letztendlich maßgebend.

Es gibt sehr gute Vermittler bei den "großen" und es gibt sehr gute freie Vermittler.

Ich persönlich habe schon für mich problemlos Finanzierungen schnell vermittelt wo vorher Vermittler der großen Anbieter nicht weiter kamen.

Ist es eine gute Idee, über ein Portal wie Immoscout oder Vergleichsportalen eine Anfrage zu stellen?

Nein, Nie! Diese Möglichkeit gibt es dort nur um Ihre Daten an irgendwelche Vermittler oder Vertriebsorganisationen teuer zu verkaufen, auch mehrfach. Dort Daten zu hinterlassen nutzt im Zweifel nur dem Portal. 

Besser ist es, außerhalb der "Anzeigen" sich genauer mit verschiedenen Anbietern zu beschäftigen und dorthin direkten Kontakt zu suchen.

Die Vermittler, die viel mit teuren "Leads" arbeiten, müssen das Geld dafür auch erst mit seltenen Umsetzungen verdienen.

Ist die Honorarberatung die bessere Beratung?

Die Qualität der Beratung und Vermittlung hängt von der Person und seiner Einstellung ab. Was nutzt Ihnen ein schlechter Honorarberater? Jeder Finanzierungsvermittler nutzt überwiegend Plattformen. Es gibt Banken, die zahlen Provisionen, auch wenn es der Vermittler nicht will (z.B. die ING) und die Plattform zahlt über das Jahresgeschäft eine Bonifikation. Ich glaube nicht, dass es eine echte und reine Honorarberatung gibt.

Ein guter Vermittler lässt sich auf eine kostenfreie und aufwendige Machbarkeitsberatung für Sie ein und hofft, Sie dabei zu überzeugen, dass Sie bei einem konkreten Finanzierungswunsch zu ihm kommen oder ihn weiter empfehlen an Freunde, Bekannte und Kollegen.

Kommen Sie nicht zu ihm, waren Sie mit ihm nicht zufrieden. Bei einer Honorarberatung hat Sie das dann auch noch Geld gekostet.

Sucht der Vermittler tatsächlich aus mehr als 400 Anbietern den günstigste Baufinanzierung aus?

Je nachdem wie man es sieht, schon. Wenn Sie aber im Rheinland wohnen und dort eine Immobilie finanzieren möchten, wird sich kaum die Allgäuer Volksbank Kempten-Sonthofen oder die Ostseesparkasse Rostock als Anbieter aufdrängen.

Faktisch gibt es für Ihren Finanzierugswunsch eine Hand voll regionaler und eine Hand voll überregionaler Anbieter.

Und jeder Vermittler wird fast sein gesamtes Geschäft mit bis zu zehn unterschiedlichen Anbietern abwickeln zu denen er idealerweise auch direkten Kontakt hat.

Lesen Sie ergänzend hierzu den Beitrag auf dieser Webseite:

https://topbaufinanz.de/unabhaengikeit-in-zahlen/

Ist TopBaufinanz seriös?

Diese Frage selbst glaubwürdig zu beantworten ist schwierig, da sicher jeder Anbieter von sich behauptet, seriös zu sein und im Kundennutzen qualifiziert zu arbeiten.

Lesen Sie gerne hier unsere Anforderungen an künftige mögliche Partner in weiteren Städten:

https://topbaufinanz.de/fuer-vertriebspartner/

Wir geben zu, es ist schwierig von außen zu erkennen, ob jemand zu uns paßt. Noch schwieriger ist es für Sie, den für Sie geeigneten Finanzierungsberater zu finden.

Immerhin, die Bewertungen auf Prooven-Expert oder die ältern auf Google sind alle echt.

Darf bei der Kreditvermittlung "geschummelt" werden?

Die Zahlungsverpflichtung oder Bürgschaft, die nicht in der Schufa steht, das uneheliche Kind mit Unterhaltsforderungen, der befristete Arbeitsvertrag .... . Alles Punkte, die eine Finanzierung beeinflussen und auch Grund für eine Nichtfinanzierbarkeit darstellen könnten, da dies ja die Haushaltsrechnung beinträchtigt.

Dies jedoch nicht anzugeben ist keine gute Idee, denn es ist Kreditbetrug und damit eine Straftat. Wir unterstützen das nicht.

Was sind Finanzierungszertifikate oder eine Finanzierungsbestätigung?

Das ist mittlerweile eine Unsitte und nicht wirklich aussagekräftig! Wir könnten einem Hartz-IV-Empfänger ein Finanzierungszertifikat erstellen oder eines auf den Namen Donald Duck (Commerzbank, DSL). Tun wir aber nicht.

Ein Zertifikat oder eine Bestätigung ist nur so gut, wie die Ernsthaftigkeit des Vermittlers ist, bevor er auf "Drucken" drückt.

Alleine ein Finanzierungszertifikat bei der ING fragt schon die SCHUFA ab und prüft schon die meisten Kriterien für die anschließende Kreditgenehmigung. Allerdings auch hier. Das ING-Zertifikat sagt nichts über die nötige Kredithöhe und ob zu diesem Zeitpunkt das notwendige Eigenkapital tatsächlich da ist oder das Einkommen wurde dabei zu hoch angesetzt.

Ein seriöser Immobilienmakler empfiehlt daher gerne seine Kaufinteressenten an einen seriösen ihm bekannten Kreditvermittler und möchte dann auch kein "Zertifikat" sehen sondern eine bloße Aussage, dass die Finanzierung darstellbar ist.

Warum werden nicht aussagekräftige Finanzierungsbestätigungen oder Finanzierungszertifikate ausgegeben?

Weil diese absolut unverbindlich sind und weil nur so die Chance besteht, den Kunden mit dem Wunsch nach einem Finanzierungszertifikat nicht doch noch irgendwie zu finanzieren und darüber Geld zu verdienen. Dass der Verkäufer der Immobilie hier dann oft mit enormen Verzögerungen beim Verkauf des Hauses rechnen muss, stört diese Vermittler nicht.

Dumm nur, wenn dann so ein Zertifikat dazu genutzt wird, schon den Notartermin wahr zu nehmen und die Finanzierung dann scheitert.

Wir raten IMMER dazu, erst die Zusage der Finanzierung abzuwarten bevor beim Notar der Kauf beuurkundet wird.